Roter Abend: Mittwoch, 05. Februar 2014 ab 20 Uhr, im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain.
Kürzlich ging mit dem Einzelhandelsstreik, einer der längsten Arbeitskämpfe der letzten Jahre in Deutschland zu Ende. Die Kolleg_innen konnten einen massiven Angriff der Einzelhandelskonzerne auf die Löhne und die Arbeitszeit abwehren.
In Berlin solidarisierten sich auch linke Initiativen mit den Beschäftigen, indem sie sich gemeinsam mit ver.di an den Blitz-Aktion vor und in Handelskonzernen beteiligten. Am 20. Dezember führte das Berliner Blockupy-Bündnis vor einer H&M-Filiale eine eigene Soliaktion durch. Wir wollen mit beteiligten Aktivist_innen diese Solidaritätsaktionen diskutieren und gemeinsam auswerten.
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Letztes Jahr Anfang November machten sich Kolleginnen und Kollegen des belgischen Ford-Werkes in Genk auf um in Köln zusammen mit einigen deutschen KollegInnen vor der Zentrale gegen die mögliche Schließung ihres Werkes zu protestieren. Als die KollegInnen das Kölner Werksgelände nach einer kurzzeitigen Aktion verlassen wollten, riegelten mehrere hundert Polizisten ab und kesselten alle Anwesenden ein. Danach folgten Strafbefehle und Ermittlungsverfahren. Während der scharfe Vorwurf der Rädelsführerschaft zum besonderes schweren Landfriedensbruch gegen solidarische KollegInnen aus Deutschland zurück genommen wurde, blieben die Strafbefehle gegen die belgischen AktivistInnen bestehen – gegen 15 KollegInnen wird es nun Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung geben, da keiner den Strafbefehl akzeptierte. Beim offenen Treffen wollen wir über die kommenden Prozesse, die Solidarität der Kolleginnen und Kollegen und unseren praktischen Beitrag zur Unterstützung diskutieren und laden alle Interessierten dazu herzlich ein!
Am Freitag den 20.12. werden wir gemeinsam mit vielen Menschen in den kapitalistischen Normalbetrieb eingreifen und ausbeuterische Arbeitsbedingungen im Textil-Einzelhandel vor Ort und in der Textilproduktion weltweit angreifen. Dazu werden wir an die Blockupy-Aktion auf der Frankfurter Zeil im Mai diesen Jahres anknüpfen, indem wir unseren kreativen Widerstand in eine zentrale Berliner Einkaufsmeile tragen und dort mit einer Blockadeaktion den Geschäftsbetrieb stören.
Die Herbstausgabe der Zeitung Basis ist erschienen. Sie umfasst vier Seiten zu Arbeitskämpfen, sozialen Kämpfen und Internationalismus. Der Schwerpunkt liegt diesmal beim Streik im Einzelhandel. Die Zeitung enthält unter anderem ein Interview mit einemBetriebsratsvorsitzenden einer H&M-Filiale zum Tarikkampf. Außerdem gibt es ein Interview mit einem Teilnehmer der Solidaritätsreise nach Griechenland, die im September stattgefunden hat. Weitere Themen sind unter anderem der Kampf der KurdInnen um Selbstverwaltung und Demokratie in Syrien und der Rassismus in der BRD. Wenn ihr bei unserer Initiative mitmachen oder Exemplare der Zeitung bestellen wollt, meldet euch unter klassenkampfblock@gmx.net
Am Sonntag, dem 2. August 2009 beginnen unter Polizeischutz die Demontagearbeiten in der Innse, einem metallverarbeitenden Unternehmen in Mailand. Die Fabrik ist von 300 bis 400 Polizeikräften umzingelt. Zwei Tage später gelingt es vier Arbeitern, die Polizeisperren zu überlisten und in der Werkhalle auf einen Kran zu klettern. Die Demontagearbeiten werden gestoppt und es beginnen lange, zähe Verhandlungen zwischen den Arbeitern und der Gewerkschaft FIOM auf der einen Seite, dem Fabrikbesitzer Genta, der Immobilienfirma, der das Gelände gehört, dem Kaufinteressenten Camozzi, der den Betrieb samt Grundstück übernehmen will sowie dem Präfekten von Mailand auf der anderen Seite. Nach acht Tagen und sieben Nächten steigen Enzo, Fabio, Luigi und Massimo vom Kran herunter. Am Ende des Sommers werden die Werktore wieder geöffnet und alle Arbeiter kehren in die Fabrik zurück. Im Dokumentarfilm „Dell’Arte della Guerra“ analysieren die vier Arbeiter die neue Form des Arbeitskampfs, die der „Politik des kleineren Übels“ eine Absage erteilt und sich entschlossen den Angriffen der herrschenden Klasse entgegenstellt.
Im folgenden dokumentieren wir einen Solidaritätsaufruf des Solidaritätskreises 07 November, der sich auf die eingeleiteten Verfahren gegen 15 KollegInnen von Ford in Gent bezieht. Im Rahmen eines Solidaritätsbesuches wurde eine Delegation aus Gent im deutschen Ford-Werk in Köln durch die deutschen Repressionsbehörden angegriffen und eingekesselt – nun soll noch ein juristisches Nachspiel mit Vorwürfen des schweren Landfriedensbruches folgen. Der Klassenkämpferische Block solidarisiert sich mit den betroffenen, kämpferischen KollegInnen und rufen ebenfalls zur Solidarität auf!