Veranstaltung zu Arbeitskampf in der Schweiz

Der Befreiungsschlag von Bellinzona. Einen Monat lang haben 400 Arbeiter der Schweizer Bundesbahn ihr Werk in Bellinzona besetzt. Sie haben die Unternehmensführung zur Rücknahme der Abbaupläne ihrer Arbeitsplätze gezwungen und die Officine in einen Ort verwandelt, der als Symbol für die Möglichkeit steht, „Nein“ zu sagen und die Zukunft kollektiv in die Hände zu nehmen. Das „Nein“ hat nun einen Namen „Giú le mani“. Entscheidend für den Erfolg der Eisenbahner war, dass es ihnen gelungen ist, von den tatsächlichen Problemen, von den Gefühlen und Interessen der Lohnabhängigen auszugehen und damit den größten den Teil der örtlichen Bevölkerung und letztlich einen großen Teil der schweizerischen Öffentlichkeit auf ihre Seite zu bringen.

Erfolg kam und worin die Gründe für diesen Erfolg zu suchen sind, können wir am 11. Juni um 18.30 Uhr im Berliner IG-Metall-Haus mit zwei wichtigen Akteuren dieser Auseinandersetzung diskutieren.

Der Regisseur Danielo Catti der mit der Kamera die den Streik begleitet hatte, schreibt: „Was mich sofort beeindruckte war die Entschlossenheit, die Klugheit und die Kreativität dieser Bewegung – die Intelligenz von Menschen, die arbeiten und nachdenken können. Es war ein intensiver Streik, während dem ich welche vor Wut schreien und vor Ergriffenheit weinen sah … Ich filmte pausenlos, aus Angst einen wichtigen Moment zu verpassen“.

11. Juni | 18.30 Uhr | IG Metall Haus | Saal (5. Stock) | Alte Jakobstraße 149 | 10969 Berlin

Klassenkämpferischer Block am 16. Mai 2009

Am 16. Mai findet in Berlin die bundesweite Gewerkschaftsdemonstration unter dem Motto „Die Krise bekämpfen – Sozialpakt für Europa“ statt. Es werden mehrere Zehntausende erwartet. Dort rufen wir auf, sich am klassenkämpferischen Block zu beteiligen, um deutlich zu machen, dass es Alternativen zum Kurs der Gewerkschaftsführungen gibt.

Wir sagen Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft, Internationalismus statt Standortlogik und Sozialismus statt kapitalistischer Krise. Kämpfen wir für den politischen Streik damit die Kosten der Krise nicht auf dem Rücken der Lohnabhängigen abgewälzt werden. Beispiele für entschlossene Aktionen von Lohnabhängigen gibt es längst: die Kämpfe der Conti-ArbeiterInnen in Frankreich, der Hungerstreik der LeiharbeiterInnen bei VW in Hannover gegen Entlassungen, Bossnapping in Frankreich und vieles mehr. Um etwas zu verändern müssen wir uns organisieren und gemeinsam kämpfen.

Kommt am 16. Mai um 11 Uhr zum Breitscheidplatz
vor das Kino Zoo Palast (Hardenbergstraße 29)
Schluss mit dem Schmusekurs – Für Solidarität und Klassenkampf!

Kein Naziaufmarsch am 1. Mai!

Die NPD will den 1. Mai für ihre nationalistische, antisemitische und faschistische Propaganda vereinnahmen. Dieses Jahr plant sie eine Demonstration und eine Wahlkampfveranstaltung im Bezirk Köpenick ab 11 Uhr. Diese Provokation lassen wir nicht unbeantwortet. Deshalb nach der Gewerkschaftsdemonstration, auf nach Köpenick. Stellen wir uns den Faschisten in den Weg. Weitere Informationen unter www.antifa.de.

Forum Betrieb, Gewerkschaft, soziale Bewegungen in Berlin

Wir arbeiten in verschiedenen Betrieben und Branchen Berlins. Was uns zusammenführt, ist die Erkenntnis, dass ohne eigene Aktivitäten,
ohne öffentlich sichtbaren Protest und Widerstand unsere Interessen auf der Strecke bleiben.Nur durch das gemeinsame Handeln über Betriebs-
und Gewerkschaftsgrenzen, über das eigene soziale Umfeld hinaus, können wir was bewegen und zu einer sozialen und politischen
Gegenkraft werden. Auf unseren regelmäßigen Treffen tauschen wir unsere konkreten Erfahrungen vor Ort aus. Wir diskutieren, wie wir
gemeinsam gewerkschaftliche Kämpfe und soziale Proteste unterstützen und welche politischen Lehren wir aus deren Erfahrungen ziehen
können. Wir treffen uns jeden letzten Dienstag im Monat um 19 Uhr in der Mediengalerie, Dudenstraße 10, Nähe U-Bahnhof Platz der Luftbrücke.
Kontakt: forumberlin@web.de

Aufruf 1. Mai: Schluss mit dem Schmusekurs – Für Solidarität und Klassenkampf

Klassenkampf statt Sozialpartnerschaft

Angesicht der Krise Lohnerhöhungen zu fordern, ist für die meisten Politiker und für die Vertreter des Kapitals ein Verbrechen. Auch die Gewerkschaften rudern zurück und sind zu Zugeständnissen bereit. In der Krise müssen Opfer erbracht werden, so die von allen Seiten propagierte Losung. Und wem nutzen diese Opfer? Natürlich den Eigentümern der Produktionsmittel. Sie nutzen ihre wirtschaftliche und politische Macht. Gegen Forderungen nach mehr Lohn drohen sie mit Entlassungen oder Werksschließungen.
„Aufruf 1. Mai: Schluss mit dem Schmusekurs – Für Solidarität und Klassenkampf“ weiterlesen