Heraus zum 1. Mai 2012 – Gemeinsam & Entschlossen: Kapitalismus überwinden!
Die Europäische Union steckt in einer tiefen Krise. Die Regierenden setzen auf massive Kürzungen, von denen europaweit vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen betroffen sind. Als Schuldige der Krise der Staatsfinanzen werden Beschäftigte, RentnerInnen und Erwerbslose dargestellt, die »über ihre Verhältnisse gelebt« hätten. Seit Jahren hat sich der Druck auf Erwerbslose und Beschäftigte massiv erhöht: entgrenzte Arbeitszeiten, Verschlechterungen der Arbeits- und Lebensverhältnisse, Zwang zu Flexibilität und Mobilität und wachsende gesundheitliche Belastungen sind die Folgen. Profitiert von dieser Entwicklung haben allein die Unternehmen, die sich zudem gerade in der BRD über »zurückhaltende Lohnforderungen« der Gewerkschaften freuen können.
„Aufruf zum Klassenkämpferischen Block“ weiterlesen

Im folgenden dokumentieren wir ein Radio-Interview von Radio-Z (Nürnberg) mit Nobuo Manabe, dem Sprecher des Internationalen Arbeitersolidaritätskomitees von Doro-Chiba. Doro-Chiba ist eine kämpferische und klassenorientierte Eisenbahner-Gewerkschaft in der japanischen Prefektur Chiba östlich von Tokio. Doro-Chiba ist als Gewerkschaft nicht nur Vorkämpferin gegen die Privatisierung der Japanischen Staatsbahn, gegen Zeitarbeit, Outsourcing und Prekarisierung, sondern auch aktiv für die Abschaltung aller Atomkraftwerke weltweit. In Japan hat sich seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima eine immer breiter werdende Bewegung gegen die Atomkraftwerke gebildet. Eine besonders aktive Rolle spielt die „Nationalkonferenz für die sofortige Abschaltung aller Atomkraftwerde“ (NAZEN).
Belegschaft wehrt sich gegen Privatisierung im Gesundheitswesen | Streik bei CFM nach drei Monaten ausgesetzt
Für den kommenden Donnerstag, den 15. März 2012 ruft ver.di Schlecker-Beschäftigte aus Berlin und Brandenburg zu einer Kundgebung am Neptunbrunnen (Alexanderplatz) in Berlin auf. Die Kundgebung beginnt gegen 16 Uhr.
EU-Kommission, EZB und IWF haben mit historisch einmaligen Kürzungen die massive Einschränkung von Arbeitsrechten zur Bedingung gemacht. Die Entlassung von 150 000 Beschäftigten aus dem Öffentlichen Dienst, die Senkung des Mindestlohns und die Zerschlagung des Sozialstaates hat auf die Menschen in Griechenland dramatische Auswirkungen: Die Hälfte der Jugendlichen hat keine Arbeit, und wenn, dann zu Niedrigstlöhnen. Die Renten wurden auf zwei Drittel zusammengestrichen und sollen noch weiter sinken. Den Krankenhäusern gehen die Medikamente aus. Die Tarifautonomie und die Demokratie in Griechenland wird faktisch ausgehebelt. Gegen die Diktatur der Finanzmärkte wehren sich die GriechInnen an allen Fronten: Mit Demonstrationen, Streiks und Besetzungen.
Noch am Dienstag Abend muss das Verwaltungsgericht entscheiden, ob ein angekündigter Solidaritätstreik der Frühschicht der Fluglotsen auf dem Frankfurter Flughafen durchgeführt werden darf. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) will mit dieser Aktion den Streik der etwa 200 Beschäftigten bei der Vorfeldkontrolle, der Verkehrszentrale und der Vorfeldaufsicht unterstützen und den Druck auf den Arbeitgeber Fraport massiv erhöhen.
„In Kilkis, Griechenland, wurde das das lokale Krankenhaus von ihren Angestellten (health workers) besetzt und gaben in einer Erklärung ab, dass es sich unter völliger Kontrolle der Arbeiter_innen befindet. Die Arbeiter_innen reagieren damit auf die Beschleunigung des Regimes Richtung Faschismus mit der Besetzung des Krankenhaus und mit der Ausübung der direkten und kompletten Kontrolle durch die Arbeiter_innen. Alles wird durch eine Arbeiter_innen Generalversammlung entschieden. (workers general assembly)
„Am Samstag fällt der Großeinkauf für die Berliner wohl aus. Zumindest für alle, die kein Auto haben. Denn von vier Uhr morgens bis sieben Uhr abends wird die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) komplett bestreikt. Wer dann auf die S-Bahn umsteigt, wird sich nicht nur in prall gefüllte Züge zwängen müssen, sondern sollte sich auch auf Verspätungen im maroden Netz der Deutschen Bahn einstellen. Jedenfalls wollen die Bus-, Tram- und U-Bahn-Fahrer der BVG mit ihrer Arbeitsniederlegung demonstrieren, daß sie kampfbereit und in der Lage sind, die Bundeshauptstadt lahmzulegen. Sie verlangen eine Lohnerhöhung oberhalb der jährlichen Preissteigerung. Die Tarifkommission der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat am gestrigen Mittwoch den Warnstreik einstimmig beschlossen.“ (Quelle: junge Welt)