Bei der Gewerkschaftsdemonstration in Berlin beteiligten sich mehrere hundert Menschen am klassenkämpferischen Block. Es gab viele gute Redebeiträge unter anderem von einer Kollegin, die für die App Helpling arbeitet, vom Solidaritätstreff Soziale Arbeit, vom „Netzwerk für eine kämpferische und demokratische ver.di und von Anika, einer Technikerin bei Vivantes.
Vorne mit dabei im Block waren Kolleg*innen von United against Subcontracting, einer Initiative, die sich gegen die prekäre Beschäftigung in der Plattformökonomie zur Wehr setzt. Auf ihrem Transparent stand: „Fair wages and lawful work for all“. Zu Beginn sprach Olivet, die bei der Plattform Helpling arbeitet, welche Reinigungskräfte vermittelt. Sie ging darauf ein, wie ein enormer Anteil des Lohnes der Beschäftigten von der App durch hohe Provisionen einbehalten wird. Außerdem betonte sie die Notwendigkeit der Organisierung der Plattformarbeiter*innen, um bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen.
Seit dem 15. April 2026 läuft ein unbefristeter Erzwingungsstreik bei den Tochtergesellschaften von Vivantes. Anika ist Technikerin bei einer Vivantes-Tochterfirma und hat zum laufenden Arbeitskampf für die Angleichung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) für alle Beschäftigten gesprochen. Um die Streikenden zu unterstützen werden Spenden gesammelt: https://www.goodcrowd.org/solidaritaet-mit-dem-streik-bei-vivantes
Lieferdienste wie Wolt, Lieferando und Uber Eats setzen auf Subunternehmer, um Arbeitsrechte zum umgehen und ihre Profite zu maximieren. In einem Beitrag von einem Rider wurden die Direktanstellung und faire Löhne gefordert, denn jeden Tag ruinieren UberEats und Wolt das Leben der Rider. Im Beitrag vom Solidaritätstreff Soziale Arbeit wurde auf die Kampagne „Burned Out? Call Out!“ eingegangen mit der auf strukturelle Missstände in der sozialen Arbeit aufmerksam gemacht wird und in deren Rahmen Gefährdungsanzeigen eingereicht werden können.
In einem Beitrag wurde auf den Angriff auf die Sumud Flotilla in internationalen Gewässern vor der griechischen Küste durch die israelische Marine eingegangen bei dem mindestens 170 Menschen entführt wurden. Ziel der Flotilla ist es die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen und humanitäre Hilfe zu leisten. Weitere Beiträge gab es unter anderem von der sozialistischen Stadtteilinitiative Hände weg vom Wedding. In der Rede wurde der Kampf gegen Aufrüstung und Krieg thematisiert. Im Wedding will Rheinmetall beim Tochterunternehmen Pierburg die Produktion auf Rüstung umstellen. Vom Lauti wurde auf die Aktionstage gegen den Start der Waffenproduktion hingewiesen, die am 10. und 11. Juli stattfinden werden: https://keinewaffenproduktionberlin.noblogs.org/aktionstage
Mit dem klassenkämpferischen Block wurde sich bei der DGB-Demo für eine kämpferische Gewerkschaftsbewegung eingesetzt. Außerdem wurde die internationale Solidarität betont und für die Perspektive der Überwindung des Kapitalismus auf die Straße gegangen.













